Biographie
Der folgende Text ist eine Übersetzung des Originals von der offiziellen Danko Jones Website vom 06.03.2008. Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen übersetzt, kann aber nicht garantieren, dass sich irgendwo nicht doch ein paar Fehler eingeschlichen haben.
-Andreas
Der Umstand, dass Danko Jones unter „eine Pause einlegen“ eine vorübergehende Auszeit vom unablässigen Touren verstehen, um zusätzliche Zeit für das Schreiben und die Vorproduktion des nächsten Albums zu haben, unterstreicht die berühmte Arbeitsmoral der Band. Die Zeit war gut investiert, denn ihr viertes Album Never Too Loud wird bereits als eine der besten Danko-Platten bisher gefeiert.
Nach fünf atemberaubenden Jahren auf den Bühnen von fünf Kontinenten und 30 Ländern, entschied sich die Band Ende 2006 für eine Auszeit. Nachdem man sich die äußerst begehrten Dienste des mit einem Grammy ausgezeichneten Producers Nick Raskulinecz (Rush, Foo Fighters, Coheed & Cambria, Stone Sour, Velvet Revolver) gesichert hatte, trieb dies die Band in einen fieberhaften und fruchtbaren Schreibprozess, bevor es mit Nick in Los Angeles richtig losging.
“Seit letztem Februar sprachenw wir mit Nick über die Platte und welche Richtung sie einschlagen sollte.“ so Sänger/Gitarrist/Frontmann Danko.
„Diese Diskussionen/Gespräche drehten sich letztlich um den Schreibprozess, und als wir für die Vorproduktion für eine Woche ins Studio gingen, gab es nur noch kleine Änderungen.“
Raskulinecz’s Erfahrung erwies sich als unbezahlbar. „Wir wollten auf diesem Album klangtechnisch eine neue Ebene betreten und Nick war der perfekte Mann dafür“, so Danko. „Ich bin ein Fan von vielen Bands die er produziert hat, von daher wusste ich, dass wir musikalisch auf einer Wellenlänge liegen. Die Frage war also nur, ob wir uns auch menschlich verstanden. Wie sich herausgestellt hat, ist er ein echt netter Typ, cool und entspannt, das machte die [zwei Monate andauernden] Aufnahmen wirklich leicht.“
Es hat auch nicht geschadet, dass Danko Jones ihre neue Platte im Studio 606 in Los Angeles aufgenommen haben, denn die Räume hat schon verdammt gute Rockmusik verlassen; Never Too Loud kann dieser beeindruckendem Vita jetzt hinzugefügt werden.
Danko Jones haben auf Platte nie besser geklungen als hier. Das Feuer und die Energie, die der Band weltweit den Ruf einer fantastischen Liveband eingebracht haben, wurden hier eingefangen, während raffinierte Produktionskniffe beim Dreh am Lautstärkeregler zu Tage treten. Angefangen beim akustischen Tritt in die Magengrube namens „Code Of The Road“ (der ersten Single) bis zum turbogeladenen Titeltrack am Schluss - Never Too Loud packt zu und lässt nicht wieder los. Dabei bildet die perfekt aufeinander abgestimmte Rhythmusabteilung um Drummer Dan Cornelius und Bassist John
„JC“ Calabrese die perfekte Grundlage für Danko’s charakteristisches Gitarrenspiel und seine packenden Vocals.
Auch beim Songwriting haben Danko Jones noch einen draufgelegt. Sie sind beim Thema geblieben, welches aber genug Überraschungen bereithält, um immer interessant zu bleiben. „Wir wissen wer wir sind, und Bands die bei einer Geschichte bleiben hatten schon immer etwas für sich“ so Danko. „Diese Bands haben überlebt - Motörhead, AC/DC, Slayer, The Ramones. Unsere Geschichte ist Hard Rock, und wir haben auf diesem Album verschiedene Stile von Hard Rock einfließen lassen. Du wirst hier keinen Song finden, bei dem du denkst ‚Oh, was für eine schöne, symphonische Klavierballade.’“
“Take Me Home” ist eine melodische Nummer die nichtsdestotrotz rockt, während bei “Forest For The Trees” ein Feuerwerk abgebrannt wird. Der 6-Minüter im Stile von Black Sabbath wird durch die Unterstützung von Punk-Legende Pete Stahl (Wool, Scream, Goatsnake) und John Garcia von Kyuss (der schon auf Sleep Is The Enemy zu hören ist) zu einem kleinen Epos.
Inhaltlich werden bei “Let’s Get Undressed” und dem augenzwinkernden “Still In High School” das ewige Thema um Liebe, Lust und Sex erneut aufgegriffen. „Es wäre keine Danko Jones-Platte ohne ein paar dieser Songs“ so Danko. „Ich habe nach wie vor zwei Augen und eine Libido, und man will eben über ein hübsches Mädchen reden oder singen. Diese Songs wird es immer geben.“ Gute Nachrichten also, denn niemand beherrscht das Thema so wie Danko. Ihre hormongeladenen Ansichten werden dabei immer mit einem ironischen Unterton versehen.
Andere Songs beleuchten ein weiteres Schlüsselthema im Alltag der Band. „In den letzten 12 Jahren bestand ein großer Teil unseres Lebens daraus, mit jedem Album auf Tour zu gehen.” betont Danko. „Code Of The Road, City Streets und Take Me Home handeln alle von verschiedenen Aspekten des Tourlebens.“
Der müde Straßenkämpfer aus “Take Me Home” will nur nach Hause, wo seine Platten sind…und als erstes die Anlage aufdrehen. Eine solche Beichte deutet auf eine weitere Wahrheit über Danko Jones. Nach all den Jahren bleibt er in erster Linie ein glühender Musikfan. Er steuert für drei europäische Musikmagazine Kolumnen über seine Leidenschaft bei, während seine regelmäßig ausgestrahlte Radiosendung “The Magical World Of Rock” von Sendern in Schweden, Norwegen, Deutschland und Kanada unters Volk gebracht wird.
Die Bandhistorie umfasst inzwischen vier vollwertige Studioalben (2002 Born A Lion, 2003 We Sweat Blood, 2005 Sleep Is The Enemy, 2008 Never Too Loud) zahlreiche EPs und Compilations (1996-1999) sowie mehrere Juno Award Nominierungen (der kanadischen Version der Grammys).
Danko Jones haben sich während der letzten 5 Jahre hier in Europa den Status echter Rockhelden erspielt. Ihr kompromissloser Bühnenstil hat sie zu einer festen Größe auf den großen Rock Festivals (Lowlands, Rock Im Park, Rock Am Ring, Wacken Open Air, Rock Werchter, Hultsfred, Leeds und Reading um nur ein paar zu nennen) werden lassen, auf ihren eigenen Tourneen füllen sie immer größer werdende Hallen.
Selbst einige ihrer persönlichen Helden sind inzwischen Fans. So wurde Danko bereits zweimal von Motörhead zu einem gemeinsamen Auftritt eingeladen. Im Jahr 2006 spielten die Raconteurs auf ihrer Europatour ein Cover von „Samuel Sin“, was JC und Dan, die sich im Publikum befanden, durchaus überrascht haben dürfte. Alle drei Mitglieder der Band betrachteten es als „großes Kompliment“.
Der charismatische Danko streift auf den Bühnen dieser Welt umher wie ein Panther, strömt dabei Soul, Schweiß und Sex Appeall aus und erscheint wie eine Mischung aus Jimi Hendrix, James Brown, Phil Lynott, Sam Cooke und Gene Simmons (diese Zunge!). Er und seine zwei Mitstreiter offenbaren dabei auch die richtige Einstellung. „Man ist nur so gut wie seine letzte Show. Man muss jedes Mal aufs Neue beeindrucken wenn man da raus geht. Ich glaube wir haben unsere beste Show noch vor uns.“
Auf “Code Of The Road” erklären Danko Jones “nothing comes easy, but it’s worth the fight”. Die Band meint es ernst. Sie werden nie nachgeben und Never Too Loud wird immer ihr Motto bleiben.


